Kann ich Farbmanagement nutzen?

Die Anleitungen richten sich an fortgeschrittene Benutzer, zum Beispiel professionelle Designer, die eine möglichst präzise Farbwiedergabe benötigen. Die meisten Benutzer brauchen keine Kenntnisse über die professionellen Farbmanagement-Konzepte, um mit Blurb ein optisch ansprechendes Buch zu gestalten.

Weitere Informationen finden Sie im Farbmanagement-Ressourcen-Center.

So bereiten Sie Bilder mit Adobe® Photoshop® für Blurb BookWright vor

HINWEIS: Dieses Dokument beschreibt ausführlich die Vorbereitung von Bildern für Blurb BookWright. Für Informationen über die Vorbereitung von Bildern für Adobe® InDesign® oder den „PDF zu Buch“-Workflow von Blurb siehe So bereiten Sie Bilder mit Adobe Photoshop für InDesign und „PDF zu Buch“ vor.

Wenn Sie Ihren Monitor profiliert und das Blurb ICC-Profil installiert haben, sind Sie bereit, Ihre Bilder für BookWright vorzubereiten.

Die Vorbereitung von Dateien für BookWright besteht aus drei Schritten:

Schritt 1: Bilder in sRGB konvertieren (sofern erforderlich).
Schritt 2: Softproof durchführen, um eine Vorschau des Druckergebnisses für Ihr Bild zu erhalten. Alle gewünschten Bildbearbeitungen vornehmen.
Schritt 3: Bilder als hochauflösende Dateien speichern und in BookWright importieren.

  1. Eine Bilddatei mit Photoshop in sRGB konvertieren

    Abbildung 1. Dokumentprofil überprüfen
    Abbildung 1. Dokumentprofil überprüfen

    BookWright akzeptiert gegenwärtig Graustufen- und RGB-Bilder, wobei sRGB der bevorzugte Farbraum für RGB-Bilder ist. Legen Sie KEINE CMYK-Bilder in BookWright ab. Die meisten JPEG-Bilder von Digitalkameras liegen bereits im sRGB-Farbraum vor, sodass keinerlei Änderungen erforderlich sind. Alle anderen Bilder im RGB-Farbraum werden beim Import in BookWright in sRGB konvertiert. Diese Konvertierung ist jedoch nicht immer optimal und kann zu unerwarteten Farbveränderungen führen. Falls eine Konvertierung notwendig ist, nehmen Sie diese für optimale Ergebnisse selbst in Photoshop vor, bevor Sie das Bild in BookWright ablegen.

    Wenn Ihre Bilder in sRGB vorliegen, können Sie loslegen. Falls Sie Adobe RGB oder einen anderen RGB-Farbraum verwenden, können Sie Ihre Bilder mit Adobe Photoshop in sRGB konvertieren, bevor Sie sie in BookWright importieren. Photoshop ist eine Anwendung mit vollständigem Farbmanagement und kann Ihre Bilder mit minimaler Farbverschiebung konvertieren. Achten Sie darauf, dass Sie immer mit einer Kopie Ihres Bildes arbeiten, um Ihre Originale in ihrem ursprünglichen Farbraum beizubehalten.

    Überprüfen Sie, dass Ihr Bild nicht bereits in sRGB vorliegt

    • Klicken Sie auf das Menü unten links in Ihrem Bildfenster und wählen Sie „Dokument“, wie oben in Abbildung 1 dargestellt.
    • Falls das Bild in sRGB vorliegt, müssen Sie KEINE Konvertierung vornehmen.

    Falls die Datei nicht in sRGB vorliegt, konvertieren Sie sie:

    Abbildung 2. Zu Profil konvertieren
    Abbildung 2. Zu Profil konvertieren
    • Wählen Sie Bearbeiten > Zu Profil konvertieren.
    • Wählen Sie sRGB als Zielraum, wie in Abbildung 2 auf der rechten Seite dargestellt.
    • Wählen Sie „Perzeptiv“ als Intent und „Adobe ACE“ als Engine, um die bestmögliche Übereinstimmung zwischen Adobe RGB und sRGB zu erreichen, ohne feine Abstufungen und Übergänge zu verlieren. Wählen Sie Tiefenkompensation, um Schattendetails beizubehalten. Wählen Sie Dither, wenn Sie eine kleine Menge digitalen Rauschens hinzufügen wollen, um Verläufe mit Bänderung aufzubrechen. Sie sollten Dither stets verwenden, wenn Ihr Bild große Bereiche mit feinen Abstufungen enthält.
    Abbildung 3. Konvertierte Datei speichern
    Abbildung 3. Konvertierte Datei speichern

    Ihre konvertierte Datei speichern

    Wählen Sie nach der Konvertierung Datei > Speichern unter… aus, um eine Kopie Ihres nun in sRGB vorliegenden Bildes zu speichern – siehe Abbildung 3 auf der rechten Seite.

  2. Einen Softproof für Ihr Bild durchführen

    Sobald das Bild in sRGB konvertiert worden ist, können Sie mit der Softproof-Option in Photoshop eine Vorschau erhalten, wie das Bild in gedruckter Form auf Papier aussehen wird. Mit einem Softproof können Sie sehen, ob Sie Anpassungen an Ihrer Datei vornehmen müssen, um durch den Druckvorgang bedingte Veränderungen auszugleichen. Zum Beispiel zeigt Ihnen ein Softproof, ob das gedruckte Bild zu viel Kontrast verliert. Oder das gedruckte Bild ist womöglich weniger gesättigt als beabsichtigt. Mit aktiviertem Softproof können Sie Ihr Bild bearbeiten, bis Sie mit der Vorschau zufrieden sind, und wissen dabei, dass die Anzeige bei eingeschalteter Vorschau dem Ergebnis in Ihrem gedruckten Buch sehr nahe kommt.

    Ein hochwertiger Monitor, der kürzlich kalibriert und korrekt profiliert wurde, kann eine Vorschau mit einer Genauigkeit von über 95 % gegenüber dem finalen gedruckten Buch anzeigen. Sobald Sie all Ihre Anpassungen vorgenommen haben, können Sie die Datei speichern und in BookWright importieren.

    Softproof in Photoshop aktivieren

    • Wählen Sie Ansicht > Probedruck-Einrichtung > Benutzerdefiniert
    • Wählen Sie Blurb ICC-Profil als zu simulierendes Gerät aus.
    • Wählen Sie „Perzeptiv“ als Rendering Intent, um feine Verläufe beizubehalten.
    • Wählen Sie Tiefenkompensation, um Schattendetails beizubehalten.
    • Lassen Sie „Papierfarbe simulieren“ deaktiviert (unsere Empfehlung). Diese optionale Einstellung kann den von Blurb verwendeten Papierbestand für Ihre Vorschau berücksichtigen, jedoch nur dann, wenn die Helligkeit Ihres Monitors auf eine „druckfreundliche“ Stufe eingestellt ist.

      Bilder können auf dem Bildschirm (besonders auf LCD-Monitoren) bei einer hohen Helligkeitsstufe erstaunlich brillant und lebendig aussehen, jedoch kann ein Druck diesen Glanz nicht reproduzieren – so sehr „glänzend“ das Papier auch sein mag. Wenn Sie bei einem allzu hellen Monitor „Papierfarbe simulieren“ auswählen, können milchige oder unscharfe Softproof-Vorschauen entstehen. Wir empfehlen, dass Sie diese Option deaktiviert lassen. Sie können trotzdem sehen, wie die Farben Ihres Bildes beim Druck wiedergegeben werden, jedoch ohne die Kontraständerungen, die die Papiersimulation hineinbringt.

      Wenn Sie dennoch auch die Option „Papierfarbe simulieren“ verwenden wollen, müssen Sie bei der Kalibrierung Ihres Monitors die Helligkeit auf eine druckfreundlichere Stufe (zwischen 90 und 120 cd/m2) reduzieren. Der Nachteil hierbei ist, dass Ihr Monitor nicht so leuchtend sein wird, wie Sie es vielleicht für andere Zwecke möchten. Die meisten Benutzer lassen die Option „Papierfarbe simulieren“ besser deaktiviert, sofern Druckarbeiten nicht Ihr Hauptschwerpunkt sind.

    Wenn Softproof eingeschaltet ist, zeigt Ihre Bildtitelleiste „RGB/8/Blurb ICC-Profil“ an. Sie können den Softproof unter Ansicht > Farben für Probedruck ein-/ausschalten.

  3. Ihre Bilddatei für BookWright speichern

    Wenn Sie all Ihre Bearbeitungen vorgenommen haben, sind Sie bereit, Ihre Dateien zu speichern und sie in BookWright zu importieren. Wir empfehlen, dass Sie eine Kopie Ihrer in sRGB konvertierten Photoshop-Dateien speichern und Ihre Originale in unveränderter Form behalten. Die sRGB-Dateien sollten entweder im JPEG- oder im PNG-Format gespeichert werden. Blurb empfiehlt für die allermeisten Bilder das JPEG-Format, sofern Sie nicht Text oder Vektorgrafik in die Datei eingebunden haben. Für diesen Fall empfehlen wir das PNG-Format, um die Details dieser vektorbasierten Bildteile beizubehalten.

    Das war's. Sie sind bereit, Ihr Buch in BookWright zu erstellen.